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Legionellen in der Wasserleitung - Aachen

Aktualisiert am 28.08.2026 · Rohrreinigung Aachen

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Legionellen sind Bakterien, die in stehendem, warmem Wasser wachsen und beim Einatmen von Wassernebel - etwa beim Duschen - gefährliche Lungenentzündungen auslösen können. In Aachener Mehrfamilienhäusern mit größeren Warmwasseranlagen schreibt das Trinkwasserrecht regelmäßige Kontrollen vor.

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Wie entstehen Legionellen in Leitungen?

Legionellen vermehren sich besonders stark bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius. Lange Rohrleitungen, selten genutzte Leitungsabschnitte und Totstränge sind typische Risikobereiche. Auch mangelhafte Wärmedämmung von Kaltwasserleitungen kann die Keimbildung begünstigen.

Wer ist zur Untersuchung verpflichtet?

Betreiber von Trinkwasserinstallationen in Mehrfamilienhäusern mit mehr als zwei Wohnungen und zentraler Warmwasserversorgung müssen die Anlage nach Trinkwasserverordnung (TrinkwV) alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen lassen. Vermieter in Aachen sind verpflichtet, bei Überschreitung des Maßnahmenwertes sofort zu handeln.

So schützen Sie sich

  • Warmwasser mindestens 60 Grad einstellen: Bei dieser Temperatur werden Legionellen abgetötet. Der Speicher sollte regelmäßig auf diese Temperatur gebracht werden.
  • Leitungen regelmäßig spülen: Leitungsabschnitte, die länger als eine Woche nicht genutzt wurden, vor der Nutzung gründlich durchspülen.
  • Totstränge vermeiden: Sackgassen in der Rohrinstallation fördern Stagnation. Ein Fachmann kann solche Bereiche erkennen und sanieren.
  • Duschen bevorzugen: Wannenbäder setzen kaum Aerosole frei; Duschen dagegen können Legionellen-Tröpfchen in die Luft bringen.

Was tun bei Legionellenbefall?

  1. Sofort einen zugelassenen Fachbetrieb für Trinkwasserhygiene in Aachen beauftragen.
  2. Die Anlage thermisch desinfizieren lassen (Aufheizen auf mindestens 70 Grad und Spülen aller Entnahmestellen).
  3. Das Gesundheitsamt Aachen informieren, falls der Maßnahmenwert von 100 KBE/100 ml überschritten wird.

Häufige Fragen

Kann ich Legionellen selbst feststellen?

Nein. Legionellen sind geruch- und geschmacklos. Der Nachweis ist nur durch eine Laboruntersuchung einer Wasserprobe möglich, die von einem akkreditierten Labor ausgewertet wird.

Sind Einfamilienhäuser auch betroffen?

Das Risiko ist bei privaten Einfamilienhäusern geringer, da die Leitungslängen kürzer sind. Dennoch sollte auch dort das Warmwasser auf mindestens 60 Grad eingestellt und selten genutzte Zapfstellen regelmäßig gespült werden.

Was kostet eine Legionellenprüfung in Aachen?

Die Kosten hängen von der Größe der Anlage und der Anzahl der Entnahmestellen ab. Für ein Mehrfamilienhaus mit wenigen Wohnungen sind ca. 150 bis 400 Euro üblich; genaue Preise variieren je nach Anbieter.

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